Lebwohl, schuppige Haut: Der ultimative Ratgeber zur Pflege trockener Haut
- Warum trocknet die Haut aus und schuppt sich?
- Was sind die Ursachen für trockene Haut?
- Zehn Regeln für trockene Haut
- Gezielte Unterstützung für trockene Stellen
- Trockene, schuppige Haut im Gesicht
- Trockene Haut rund um die Augen
- Trockene Lippen
- Trockene Haut an den Händen
- Trockene Haut an den Beinen
- Trockene Haut an Füßen und Fersen
- Trockene Kopfhaut
- Produkte für trockene Haut
- Der Schlüssel zur Hydratation ist eine starke Hautbarriere
- FAQ
Trockene Haut betrifft einen großen Teil der Bevölkerung. Sie kann in jedem Alter auftreten, ist aber mit zunehmendem Alter häufiger.
Eine Studie aus 2019 mit mehr als 48.000 Teilnehmenden fand bei fast 30 % der Untersuchten trockene Haut. Während 16,7 % der 16–19‑Jährigen betroffen waren, stieg der Anteil in der Altersgruppe 60–70 auf 38,4 %. Trockene Haut wurde außerdem mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für bestimmte Hauterkrankungen, wie beispielsweise atopische Dermatitis, in Verbindung gebracht.
Warum trocknet die Haut aus und schuppt sich?
Man kann sich die Hautbarriere wie einen Biberdamm 🦫 vorstellen: sie schützt die Haut und hält gleichzeitig Feuchtigkeit zurück. Die Hautbarriere besteht aus verhornten Hautzellen, die durch Lipide verbunden sind (hauptsächlich Ceramide, Cholesterin und Fettsäuren) – ähnlich wie Holz in einem Damm, das durch Schlamm zusammengehalten wird.
Sinkt der Lipidanteil, dichtet die Barriere nicht mehr richtig ab, die Haut beginnt zu schuppen und Wasser entweicht schneller aus der Haut 💧. Und da wir Menschen uns nicht wie Schlangen häuten können, ist es wichtig, gut für die Haut zu sorgen.
Trockene Haut kann mit einer Hauterkrankung verbunden sein, wie etwa Ekzemen oder Psoriasis. Wenn zusätzlich zur Trockenheit Rötung, Ausschlag, Brennen, Entzündung oder nässende Stellen auftreten, ist es Zeit, eine Ärztin/einen Arzt aufzusuchen.

Was sind die Ursachen für trockene Haut?
Trockene Haut hat meist nicht eine einzige Ursache, sondern ein ganzes Bündel von Faktoren 🐺:
- Häufiges Waschen oder Desinfizieren: Zu häufiges oder zu langes Waschen, heißes Wasser und häufiges Desinfizieren der Haut.
- Ungeeignete Kosmetika: Duftstoffe, austrocknende Alkohole, manche synthetische Inhaltsstoffe und andere Substanzen können problematisch sein.
- Ungeeignete Kleidung: Reibung der Haut an zu enger oder grober Kleidung kann zur Trockenheit beitragen.
- Wetterbedingungen: Äußere Einflüsse wie Kälte, Wind, geringe Luftfeuchtigkeit oder Heizungsluft können die Haut stark beeinflussen. Daher ist Hauttrockenheit besonders im Winter ausgeprägt.
- Genetische Veranlagung und Erkrankungen: Hauterkrankungen wie atopische Dermatitis oder Psoriasis fördern Trockenheit. Trockene Haut kann auch mit einer Unterfunktion der Schilddrüse, Diabetes oder anderen gesundheitlichen Problemen zusammenhängen.
- Alter: Mit dem Alter nimmt die Talgproduktion ab und die Fähigkeit der Haut, Wasser zu speichern, vermindert sich.
Ist ein Vitaminmangel schuld?
„trockene Haut Vitaminmangel“ ist ein häufig gesuchter Begriff — allein ist trockene Haut jedoch kein verlässliches Symptom für einen spezifischen Vitaminmangel.
Obwohl ausgeprägte Mängel an Vitamin A, Niacin (B3), Zink oder essentiellen Fettsäuren die Haut beeinflussen können, ist Trockenheit viel häufiger auf ungeeignete Gewohnheiten und äußere Einflüsse zurückzuführen.
Zehn Regeln für trockene Haut 🦦
- Waschzeiten verkürzen: Spiel nicht Waschbär 🦝! Bevorzugen Sie eine kurze lauwarme Dusche statt eines langen heißen Bads. Bei trockenen Händen helfen Gummihandschuhe bei der Reinigung.
- Geeignete Pflegeprodukte wählen: Wählen Sie Produkte für trockene Haut, die die Hautbarriere unterstützen 🦫. Produkte ohne austrocknende Alkohole oder Duftstoffe und mit feuchthaltewirksamen Stoffen, Lipiden und okklusiven Inhaltsstoffen sind ideal.
- Regelmäßig befeuchten: Pflegen Sie Ihre Haut mit einer Feuchtigkeitscreme, idealerweise direkt nach dem Waschen, solange die Haut noch leicht feucht ist. Im Winter abends eincremen und tagsüber eine reichhaltigere Tagescreme wählen, um die Haut vor Kälte zu schützen. Elefanten 🐘 schützen sich mit einer Schlammschicht vor der Sonne — besonders im Sommer nicht das Eincremen mit Sonnenschutz vergessen.
- Schonend mit der Haut umgehen: Auf Peelings verzichten und die Haut nicht mit einem Handtuch rubbeln.
- Kontakt zu Reizstoffen einschränken: Vermeiden Sie Hautkontakt mit Reinigungsmitteln und anderen Chemikalien. Wählen Sie ein mildes Waschmittel und tragen Sie bei der Reinigung Schutzhandschuhe.
- Geeignete Kleidung tragen: Reibung durch grobe, nicht atmungsaktive Stoffe kann trockenheitsfördernd wirken — bei trockener Haut lieber lockere, atmungsaktive Kleidung aus weichen Materialien tragen.
- Die Haut bei schlechtem Wetter schützen: Setzen Sie die Hautbarriere nicht unnötig hohen Belastungen aus. Im Winter mit warmer, weicher Baumwollkleidung vor Kälte schützen, im Sommer mit Mütze, Hut oder Sonnenschirm vor UV-Strahlung.
- Ein geeignetes Raumklima schaffen: Gestalten Sie Ihr Terrarium so, dass Sie sich darin wohlfühlen 🐢. Warme, trockene Luft beschleunigt die Verdunstung von Wasser aus der Haut. Daher nicht überheizen, regelmäßig lüften und bei Bedarf einen Luftbefeuchter verwenden. Zimmerpflanzen oder ein feuchtes Tuch auf der Heizung helfen ebenfalls.
- Ausgewogen essen und ausreichend trinken: Trockene Haut wird hauptsächlich durch Schäden an der Hautbarriere verursacht 🦫, die von außen unterstützt werden muss. Vergessen Sie dennoch nicht eine abwechslungsreiche Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
- Bei ernsthaften Problemen ärztlichen Rat einholen: Trockene Haut kann auf ein größeres Problem hinweisen. Wenn Standardpflege nicht ausreicht oder andere Haut‑ oder Gesundheitsprobleme auftreten, ist eine Konsultation mit einer Ärztin/einem Arzt sinnvoll 🩺.

Gezielte Unterstützung für trockene Stellen
Trockenheit kann unterschiedliche Körperbereiche betreffen, die jeweils leicht unterschiedliche Pflege benötigen. Die Augenpartie braucht besonders sanfte Pflege, eine trockene Kopfhaut eine milde Reinigung und trockene Fersen profitieren von einer Fußfeile und einer nährenden Salbe.
Trockene, schuppige Haut im Gesicht
⚠️ Mögliche Ursache: Die Gesichtshaut ist ständig äußeren Einflüssen wie Sonnenlicht oder verschmutzter Luft ausgesetzt. Trockene Gesichtshaut kann sich unangenehm gespannt und schuppig anfühlen.
✅ Lösung: Geeignete Gesichtspflege ist sehr individuell, allgemein empfohlen wird jedoch:
- auf Peelings und starkes Schrubben verzichten,
- Wählen Sie sanfte Pflegeprodukte ohne austrocknende Alkohole oder Duftstoffe,
- setzen Sie auf nährende, reichhaltige Cremes,
- zuerst befeuchten, dann die Feuchtigkeit mit einem Öl einschließen,
- die Haut nachts intensiv pflegen und morgens Cremes verwenden, die vor Frost oder Sonne schützen.

💡 Tipp: Zum Entfernen von Make‑up können Sie Kokosöl ausprobieren.
Trockene Haut rund um die Augen
⚠️ Mögliche Ursache: Die Haut um die Augen ist sehr dünn und empfindlich und kann daher sensibel auf Bestandteile gängiger Kosmetika reagieren.
✅ Lösung:
- Bei trockener Haut rund um die Augen spezielle Produkte ohne austrocknende Alkohole oder Duftstoffe verwenden.
- Beim Auftragen anderer Gesichtsprodukte den Augenbereich meiden
Trockene Lippen
⚠️ Mögliche Ursache: Die Haut der Lippen hat nur eine schwache Schutzschicht und verliert leicht Feuchtigkeit. Trockene Lippen brennen und reißen ein.
✅ Lösung:
- Regelmäßig einen passenden Lippenbalsam verwenden, insbesondere vor dem Rausgehen und vor dem Schlafengehen.
- Nicht an den Lippen lecken – Speichel verdunstet schnell und verschlimmert die Trockenheit.
- Alkoholkonsum einschränken und sehr salzige, scharfe, heiße und saure Speisen meiden.
Trockene Haut an den Händen
⚠️ Mögliche Ursache: Die Haut an den Händen hat meist die meiste Arbeit 🐾. Ihre Hände können besonders trocken werden, wenn Sie sie oft einweichen oder desinfizieren.
✅ Lösung:
- Hände kurz mit lauwarmem Wasser waschen, eine milde Seife verwenden und nach jedem Waschen eine schnell einziehende Creme auftragen.
- Nachts die Hände mit einer reichhaltigeren, nährenden Creme pflegen.
- Beim Reinigen Handschuhe tragen.

Trockene Haut an den Beinen
⚠️ Mögliche Ursache: An Schienbeinen und Waden gibt es verhältnismäßig wenige Talgdrüsen, daher ist die natürliche Schutzschicht schwächer. Trockene Haut an Schienbeinen und Waden entsteht oft durch falsches Rasieren oder Reibung an enger Kleidung.
✅ Lösung:
- Wenn Sie die Beine rasieren, achten Sie darauf, einen scharfen Rasierer und Rasierschaum zu verwenden, der die Haare erweicht, das Gleiten des Rasierers erleichtert und Reibung sowie Hautreizungen reduziert. In Wuchsrichtung rasieren, nicht zu viel Druck ausüben und nach der Rasur eine Feuchtigkeitscreme gefolgt von einem Öl auftragen.
- Vermeiden Sie enge Jeans und nicht atmungsaktive Leggings — ziehen Sie eher lockere, atmungsaktive Kleidung vor.

Trockene Haut an Füßen und Fersen
⚠️ Mögliche Ursache: Der Hauptgrund, warum Füße zu Hornhaut werden, ist langanhaltender Druck 🦌 — verhornte Haut entsteht durch häufiges Gehen, langes Stehen, ungeeignete Schuhe oder Barfußlaufen. Höheres Körpergewicht oder Alter können ebenfalls beitragen.
✅ Lösung:
- Härten Sie die verhärtete Haut nicht mit dem Messer, sondern feilen Sie sie vorsichtig mit einer speziellen Fußfeile ab.
- Wichtig ist außerdem, regelmäßig Füße und Fersen zu befeuchten mit einem höheren Anteil an Urea, Milchsäure oder Salicylsäure, die die verhornte Haut aufweichen.
Trockene Kopfhaut
⚠️ Mögliche Ursache: Eine trockene Kopfhaut kann Juckreiz und Schuppenbildung verursachen. Ursache ist oft ein Mangel an natürlichem Talg, meist durch häufiges Haarewaschen mit heißem Wasser, die Anwendung aggressiver, stark entfettender Shampoos, Föhnen mit heißer Luft, Stylingprodukte oder Kopfhautschäden durch häufiges Haarefärben.
✅ Lösung:
- Waschen Sie Ihre Haare mit lauwarmem Wasser und verwenden Sie ein mildes Shampoo ohne austrocknende Alkohole oder Duftstoffe.
- Föhnen Sie die Haare bei niedriger Temperatur, Föhnen einschränken.
- Stylingprodukte nur begrenzt verwenden.
- Wenn Sie Ihre Haare färben, lassen Sie längere Abstände zwischen den Färbungen und wählen Sie schonende Haarfarben.
Produkte für trockene Haut
Trockene Haut sollte möglichst wenig gereizt und gleichzeitig mit Stoffen versorgt werden, die Wasser binden 💧 und die Hautbarriere stärken 🦫.
Für trockene Haut sind reichhaltigere Cremes und Salben meist geeigneter als leichte Bodylotions. Sie sollten idealerweise kurz nach dem Duschen auf leicht feuchter Haut aufgetragen werden. Nach dem Eincremen ist es sinnvoll, die Feuchtigkeit mit einem Öl einzuschließen.
Worauf Sie in der INCI-Liste achten sollten
Es gibt viele Produkte für trockene Haut auf dem Markt. Wie wählt man das beste aus?
Beim Kauf bevorzugen Sie Produkte, die:
- keine austrocknenden Alkohole enthalten: Ethanol, Alcohol Denat. oder Isopropylalkohol können die Haut in höheren Mengen reizen.
- duftstofffrei sind: Duftstoffe können Reizungen oder Kontaktallergien auslösen, besonders wenn die Hautbarriere geschädigt ist 🦫.
- eine einfache Formel mit nützlichen Inhaltsstoffen haben.
Idealerweise enthält das Produkt eine Kombination aus drei Stoffgruppen: Feuchthaltemitteln, die Wasser binden, Lipiden, die die Zwischenräume der Hautzellen füllen, und okklusiven Substanzen, die die Haut schützen und die Wasserverdunstung begrenzen 🐢.
Beispiele für Feuchthaltemittel sind:
- Glycerin: bindet Wasser in der Haut, was sie hydratisiert und stärkt.
- Harnstoff (Urea): ist ein natürlicher Bestandteil der Haut. In einer Konzentration von 5–10 % spendet er Feuchtigkeit, bei höherer Konzentration erweicht er verhornte Hautschichten. In einer Studie aus 2026 führte beispielsweise die doppelte tägliche Anwendung einer 10‑%igen Urea‑Formulierung über 60 Tage zu einer 55,3%igen Zunahme der Hydratation.
- Milchsäure: ist ein natürlicher Bestandteil der Haut. Sie spendet Feuchtigkeit und wirkt in höherer Konzentration bei saurem pH als AHA‑Säure exfolierend auf die Hautoberfläche.
- Hyaluronsäure: hydratisiert die obere Hautschicht und wirkt nahezu sofort. Die Haut erscheint nach der Anwendung geschmeidiger und glatter. Am besten wirkt sie in Kombination mit Substanzen, die das anschließende Verdunsten von Wasser verhindern.
Zu den wichtigsten Barrierelipiden gehören Ceramide, Cholesterin und freie Fettsäuren. Gemeinsam füllen sie den Raum zwischen den Zellen der Hornschicht und tragen zur Kohärenz der Hautbarriere 🦫 bei. Wichtig ist nicht nur die Menge, sondern auch das richtige Verhältnis.
Okklusive Substanzen 🐢 bilden einen Schutzfilm auf der Hautoberfläche, der die Verdunstung von Wasser verlangsamt. Dazu gehören zum Beispiel:
- Vaseline (Petrolatum): wird besonders häufig in Salben verwendet.
- Dimethicon: ein Silikon, das die Haut schützt und den Wasserverlust ähnlich wie Petrolatum reduziert. Im Vergleich zu Petrolatum ist es weniger fettig und daher oft angenehmer für die tägliche Anwendung.
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Achten Sie auf diese Inhaltsstoffe |
Gruppe |
Funktion |
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Glycerin, Urea, Milchsäure, Hyaluronsäure, Natriumhyaluronat |
Feuchthaltemittel |
binden Wasser und erhöhen die Hauthydratation |
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Ceramide, Cholesterin, Fettsäuren (z. B. Linolsäure, Stearinsäure, Palmitinsäure) |
Barrierelipide |
auffüllen von Lipiden und Wiederherstellung der Hautbarriere unterstützen |
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Petrolatum, Dimethicon |
okklusive Substanzen |
bilden einen Schutzfilm und reduzieren Wasserverlust |
Hanf‑Hautpflege
Obwohl die Forschung bisher noch begrenzt ist, wird Hanf aufgrund seiner natürlichen Herkunft und potenziellen Vorteile zunehmend in Körperkosmetika verwendet.
Hanföl enthält ungesättigte Fettsäuren, die die Hautbarriere unterstützen.
Cannabinoide, die in Hanf vorkommen, wie CBD, könnten helfen, Entzündungen zu bekämpfen und die Regeneration zu unterstützen. Eine Übersichtsarbeit aus 2025, die 3.359 Teilnehmende in 17 Studien zu verschiedensten hanf‑ und cannabinoidbasierten Produkten umfasste, fand eine kleine, aber statistisch signifikante Verringerung von Hautjucken.
Obwohl umfassendere Studien nötig sind, um die medizinischen Effekte von Cannabis zu bestätigen, sprechen derzeitige Ergebnisse für seinen Einsatz in der kosmetischen Pflege trockener Haut. Es kann jedoch keine dermatologische Behandlung ersetzen; bei anhaltender oder sich verschlechternder Trockenheit mit Rötung, Juckreiz, Rissen der Haut oder anderen Problemen sollte eine Ärztin/ein Arzt konsultiert werden.
Lange beliebte Produkte sind Hanf‑Körperlotions, Hanföle und Hanf‑Salben.
Hanf‑Körperlotion hat eine federleichte Textur 🪶, lässt sich gut verteilen und zieht schnell ein. Sie eignet sich für die tägliche Hautbefeuchtung, idealerweise nach dem Duschen oder Baden, und sollte auf noch leicht feuchte Haut aufgetragen werden.
Hanföl wird nicht nur in der Küche, sondern auch in der Hautpflege verwendet. Es kann auf feuchte Haut oder über einer Creme aufgetragen, bei belasteten Stellen oder zum Entfernen von Make‑up verwendet werden.
Hanf‑Salbe hat eine reichhaltigere Konsistenz und eignet sich für die gezielte Pflege beanspruchter Stellen und für Massagen. Verfügbare Optionen sind zum Beispiel eine extra starke Hanf‑Salbe für intensive Pflege oder Hanf‑Salbe mit Beinwell zur Unterstützung der Regeneration.
Der Schlüssel zur Hydratation ist eine starke Hautbarriere 🦫
So wie Biber ihre Wasserbauten pflegen, müssen wir unsere Hautbarriere schützen, die die Haut nicht nur schützt, sondern auch Feuchtigkeit bewahrt 💧.
Es ist sinnvoll, die Hautbarriere vor allem von außen zu unterstützen. Jede Körperstelle braucht andere Pflege, grundsätzlich ist es jedoch wichtig, Waschzeiten zu reduzieren, heißes Wasser zu vermeiden und sanfte Pflegeprodukte zu verwenden. Die Haut sollte mit einer nährenden Creme befeuchtet und vor äußeren Einflüssen geschützt werden.
Pflegeprodukte sollten keine austrocknenden Alkohole oder Duftstoffe enthalten. Die Inhaltsstoffe sollten idealerweise drei Gruppen umfassen: Feuchthaltemittel (Glycerin, Urea, Milchsäure, Hyaluronsäure), Lipide (Ceramide, Cholesterin) und okklusive Substanzen (Petrolatum, Dimethicon).
Hautpflege ist jedoch sehr individuell, weshalb bei der Suche nach geeigneten Produkten Geduld gefragt ist 🐅. Ist die Haut extrem trocken, juckend oder gerötet oder treten weitere Haut‑ oder Gesundheitsprobleme auf, ist es Zeit für eine ärztliche Abklärung.
FAQ
1. Ist trockene Haut ein Zeichen von Dehydrierung?
Trockene Haut kann mit Dehydrierung (Flüssigkeitsmangel) zusammenhängen, häufiger liegt das Problem jedoch in einer geschädigten Hautbarriere. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig für die Gesundheit, doch allein mehr Wasser zu trinken löst meist nicht das Problem trockener Haut.
2. Kann die Haut gleichzeitig trocken und fettig sein?
Ja. Das ist typisch für Mischhaut: Stirn, Nase und Kinn sind eher fettig, während die Wangen trocken bleiben. Auch fettige Haut kann dehydriert sein und eine geschädigte Hautbarriere aufweisen.
3. Wie unterscheidet man trockene Haut von Ekzem?
Trockene Haut ist rau, kann leicht schuppig und gespannt sein; regelmäßiges Eincremen bessert sie meist.
Ekzem ist eine entzündliche Erkrankung, die oft mit starkem Juckreiz, Rötung, Rissen, Schwellung, nässenden Stellen oder Krusten einhergeht. Wenn die Trockenheit nach Wechsel der Pflege nicht besser wird oder andere Symptome auftreten, suchen Sie ärztlichen Rat.
4. Welche Vitamine bei trockener Haut?
Trockene Haut kann mit Mängeln an Vitamin A und B3, Zink oder essenziellen Fettsäuren verbunden sein. In den meisten Fällen ist sie jedoch eher auf eine geschwächte Hautbarriere zurückzuführen. Diese lässt sich durch sanfte Pflege, geeignete Kosmetika und richtige Alltagsgewohnheiten unterstützen.
5. Ist Creme oder Salbe besser?
Für die Tagespflege ist eine leichte, gut einziehende Creme meist angenehmer. Für sehr trockene Stellen und die Nacht ist oft eine Salbe die bessere Wahl, da sie den Feuchtigkeitsverlust stärker reduziert. Es hängt jedoch von individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab.
6. Können Naturkosmetika bei trockener Haut helfen?
Das kann helfen, aber natürlich bedeutet nicht automatisch sanft oder wirksam. Manche Pflanzenextrakte, ätherische Öle und natürliche Duftstoffe können empfindliche Haut reizen oder allergische Reaktionen auslösen.
Am meisten profitiert trockene Haut von Produkten ohne Duftstoffe und ohne austrocknende Alkohole, die Feuchthaltemittel, Lipide und okklusive Inhaltsstoffe enthalten.
7. Wie lange dauert die Erholung einer geschädigten Hautbarriere?
Das ist sehr individuell und hängt vom Schweregrad, der Ursache, der gewählten Behandlung und weiteren Faktoren ab. Leichte Trockenheit kann sich innerhalb weniger Tage bessern, eine stark geschädigte Hautbarriere oder Risse können mehrere Wochen zur Heilung benötigen und manchmal eine medizinische Behandlung erfordern. Wenn sich der Zustand trotz regelmäßiger Pflege nicht bessert oder sich verschlechtert, suchen Sie eine Ärztin/einen Arzt auf.
Quellen:
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29953684/
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27349297/
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41807289/
- https://www.frontiersin.org/journals/pharmacology/articles/10.3389/fphar.2025.1609667/full
Foto: AI
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